Chateau de la Motte en Gee

Château de la Motte en Gée – das rote Schloss im Schatten von Tihange

Am Rand der Wälder von **Tihange bei Huy** liegt ein Schloss, das schon auf den ersten Blick wirkt wie eine vergessene Kulisse aus einer anderen Zeit: das **Château de la Motte en Gée**. Zwischen Bäumen, verwitterten Wegen und stiller Landschaft erhebt sich ein Bauwerk aus roten Ziegeln, dessen Fassade noch immer etwas Stolzes und Unnahbares ausstrahlt. Doch hinter dieser imposanten Erscheinung liegt eine Geschichte aus Wandel, Verfall und verlorener Bedeutung.

Die Wurzeln des Ortes reichen weit zurück. Bereits um das Jahr **1100** soll an dieser Stelle ein erstes Schloss bestanden haben, verbunden mit einer religiösen Gemeinschaft. Später wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer, wurde verändert, erneuert und schließlich im 19. Jahrhundert teilweise abgetragen. Auf den alten Fundamenten entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Schloss im Stil der **flämischen Renaissance**. Urbex.nl nennt als Fertigstellung das Jahr **1891**, während Komoot den Wiederaufbau um **1889** einordnet; die genaue Jahresangabe ist daher nicht vollständig einheitlich belegt.

Das heutige Erscheinungsbild wird vor allem durch die roten Backsteinfassaden, die hohen Dächer und die parkartige Umgebung geprägt. Einst lag das Schloss in einem rund **sechs Hektar großen Park**, abgeschirmt vom Wald und doch eindrucksvoll genug, um Besucher schon aus der Ferne in seinen Bann zu ziehen. Später wurde das Gebäude nicht nur als herrschaftlicher Wohnsitz genutzt, sondern auch als Ferienheim, Hotel und Tagungsort.

Heute ist vom früheren Glanz nur noch ein brüchiges Echo geblieben. Das Château de la Motte en Gée steht für genau jene besondere Spannung, die Lost Places so faszinierend macht: Schönheit und Zerfall liegen hier dicht beieinander. Wo früher Menschen ankamen, wohnten, feierten oder Erholung suchten, herrscht nun eine andere Atmosphäre. Fensterhöhlen, verwitterte Mauern und überwachsene Wege erzählen von einer langen Geschichte, die nicht abgeschlossen wirkt, sondern langsam mit der Natur verschmilzt.

In Urbex-Kreisen ist das Schloss auch unter dem Alias **Château Danny Rolling** bekannt. Dieser Name gehört jedoch eher zur Szene- und Internetüberlieferung als zur gesicherten historischen Bezeichnung des Ortes. Historisch belastbarer ist die Bezeichnung **Château de la Motte en Gée** bei **Tihange/Huy**. Die Koordinaten werden in mehreren Quellen ungefähr bei **xxxxxxx**angegeben. ([Wikipedia][2])

Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast: ein Schloss, gebaut für Repräsentation, umgeben von Wald, heute gezeichnet von Leerstand und Verfall. Für Fotografen ist dieser Ort kein bloßes Gebäude, sondern ein Motiv voller Tiefe. Jede Aufnahme zeigt mehr als Architektur. Sie zeigt, wie schnell Besitz, Zweck und Bedeutung verschwinden können, während Mauern und Räume noch Jahrzehnte später davon erzählen.

**Hinweis:** Lost Places können gefährlich sein und befinden sich häufig auf Privatgelände. Der aktuelle Zutrittsstatus ist nicht eindeutig belegbar; einzelne Quellen weisen darauf hin, dass das Gelände zeitweise als Airsoft-Location genutzt wurde. Ein Betreten sollte daher nur legal, sicher und mit Respekt vor Eigentum und Gelände erfolgen.

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https://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier%3AChateau_de_la_Motte_en_G%C3%A9e_Tihange_Huy.jpg?utm_source=chatgpt.com "Fichier:Chateau de la Motte en Gée Tihange Huy.jpg"

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