Das Château de la Motte en Gée bei Tihange und Huy zählt zu den beeindruckendsten verlassenen Schlössern Belgiens. Das markante Gebäude aus roten Ziegeln erhebt sich mitten in einer ruhigen Waldlandschaft und wirkt wie eine Kulisse aus vergangenen Zeiten.
Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als sich an diesem Ort bereits eine Burganlage befand. Nach mehreren Besitzerwechseln und Umbauten entstand Ende des 19. Jahrhunderts das heutige Schloss im Stil der flämischen Renaissance. Die roten Backsteinfassaden, hohen Dächer und die ehemalige Parkanlage prägen bis heute sein Erscheinungsbild. Im Laufe der Jahre diente das Anwesen als Wohnsitz, Ferienheim, Hotel und Veranstaltungsort.
Heute stehen die Gebäude leer und zeigen deutliche Spuren von Verfall und Vernachlässigung. Überwachsene Wege, verwitterte Mauern und leere Fenster verleihen dem Schloss eine besondere Atmosphäre zwischen Schönheit und Vergänglichkeit. In der Urbex-Szene ist der Ort auch unter dem Namen „Château Danny Rolling“ bekannt, historisch korrekt ist jedoch die Bezeichnung Château de la Motte en Gée.
Für Fotografen und Lost-Place-Enthusiasten ist das Schloss ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wie Zeit, Natur und Geschichte einen einst prachtvollen Ort verändern können.

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