Die Centrale Électrique de Monceau-sur-Sambre, auch als Power Plant IM bekannt, befand sich im Stadtteil Monceau-sur-Sambre bei Charleroi in Belgien. Sie wurde 1921 erbaut und versorgte die von Kohle- und Stahlindustrie geprägte Region über Jahrzehnte mit Energie. Ursprünglich arbeitete das Kraftwerk mit Kohle, später wurden auch Gaskomponenten integriert.
Es gehörte zeitweise zu den wichtigsten Energieerzeugern der Region Charleroi. Besonders berühmt war der gewaltige Kühlturm, der zu einem Wahrzeichen der europäischen Urbex-Szene wurde. Von innen erinnerte dieser an eine riesige Betonkathedrale mit einer beeindruckenden Licht- und Schattenwirkung. Nach der Stilllegung entstand dort eine einzigartige Atmosphäre aus Stille, Echo und industrieller Leere. Anfang der 2000er-Jahre geriet das Kraftwerk wegen seiner hohen Emissionen zunehmend in die Kritik. Verschiedenen Quellen zufolge soll es für einen erheblichen Anteil der belgischen CO₂-Emissionen verantwortlich gewesen sein. Unter wachsendem öffentlichem Druck wurde die Anlage schließlich 2007 geschlossen. Danach entwickelte sich Power Plant IM zu einem der bekanntesten Lost Places Europas. Fotografen und Urbexer schätzten die verlassenen Hallen, Kontrollräume und rostenden Industrieanlagen. Der Ort wurde zu einem Symbol für den Niedergang der Schwerindustrie und zog Besucher aus vielen Ländern an. In den Jahren 2019 und 2020 wurden große Teile des Kraftwerkskomplexes abgerissen.
Heute existiert Power Plant IM hauptsächlich noch in Form von Fotos, Berichten und Erinnerungen an einen der eindrucksvollsten Lost Places Belgiens.

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